Mittwoch, 22. Februar 2017

Klar Schiff - Neue Farbe für´s Deck

Lieber Patchwoker, bitte schaut jetzt nicht so genau hin. Das was jetzt kommt, ist einfach nur herlich unperfekt.
Denn eigentlich bin ich nicht so die Patchworkerin. Also ich habe weder schon groß gepatcht, noch das entsprechende Werkzeug da. Aber hier musste das einfach einmal sein.

Natürlich habe ich im Rahmen der "Klar Schiff"-Aktion nach Projekten gesucht, bei denen sich auch kleinere Stoffreste verwerten lassen. Dabei habe ich etwas entdeckt, das ich unbedingt nacharbeiten wollte. Einfach um eine Erinnerung an die Stoffe zu haben, die ich bisher verarbeitet habe.


Nina von verfliest und zugenäht hat ein Tutorial für eine ganz schicke Patchworkhülle. Schon als ich ihre Hülle zum ersten Mal sah, wusste ich, die ist perfekt für meine Resteverwertung. Wie eine Art kleines Fotoalbum meiner Stoffe.


Ja, das Nacharbeiten ist nicht ganz so einfach. Auch bei mir war so der ein oder andere Knoten im Kopf. Aber mit etwas Geduld lösen sich diese Knoten oder man fragt einfach noch mal bei Nina nach. Und wenn sie dann fertig ist die Hülle, dann ist man stolz wie bolle. War ich zumindest. Einfach weil ein Plan mal funktioniert hat und meine Hülle so aussah, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch wenn sie einfach nur herrlich unperfekt ist.


Die Hülle beherbergt nun die Nervennahrung am Arbeitsplatz. 

Ich hatte am Anfang gedacht, das ich vielleicht eine Hülle schaffe. Nun habe ich schon zwei und es sind immer noch nicht alle Stoffe "ins Album eingeklebt". Es wird also wohl noch eine Hülle folgen. Mindestens.

Geht euch das eigentlich auch so, das ihr sentimental werden, wenn ihr eure Stoffreste seht? Beim zurechtschneiden der Teile für die Hülle hatte ich auf einmal wieder längst vergessene Projekte im Kopf. Erinnerungen an Situationen mit Freunden, für die ich was genäht habe. Gedanken, an den Moment als ich den Stoff gekauft hatte... Und nun habe ich diese Erinnerungen, für mich sichtbar, immer neben der Nähmaschine stehen.




Bis dahin, die Nadelsuse

Kommentare:

  1. Hach, da ist es wieder! Eine wunderbare Patchwork-Arbeit!
    Die Hüllen schauen richtig toll aus!

    Ich bin hochgradig sentimental ;) , jedoch bei Stoffresten passiert mir das selten. Dann muss es schon ein Kracher-Projekt gewesen sein. Aber ich find es schön, dass du sowas verbindest. :)

    Viele liebe Grüße
    Susen

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  2. Die Hüllen sehen wirklich ganz klasse aus! Ich kann mich auch immer nicht von ganz besonderen Stoffen trennen, die muss ich mir immer wieder anschauen. Da kommt so eine Hülle genau richtig.Ganz LG aus Dänemark, ulrike :0)

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  3. Das ist mal ein etwas anderes "Utensilo". Schön zum Resteverwerten.
    Deine Patchworkhüllen sind echte Hingucker, vielen Dank fürs Zeigen.
    Die Anleitung habe ich mir gleich abgespeichert.
    Liebe Grüße, Inge

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  4. Das ist eine tolle Idee für ein Utensilo! Großartig.
    Viele Grüße von Anni

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  5. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut, es tut mir immer in der Seele weh, wenn ein Stoff, den ich sehr mag GANZ alle ist! Deshalb nähe ich ja seit Jahren schon die Häuschen, da bleibt immer ein Erinnerungsstück bei mir. Aus den Häusern nähe ich irgendwann eine Bettdecke für das selten genutzte Bett der großen Tochter.
    LG
    Valomea

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  6. Deine Erinnerungsgeschichte verstehe ich sehr gut, sind schöne Utensilos geworden. Patchwork ist eine gute Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren, traditionell auch von benutzter Kleidung.
    Wenn ich Deine beiden Körbchen sehe möchte ich auch gleich los laufen und Stoffreste suchen.
    LG Ute

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